Schule

Deutsche Gebärdensprache

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Allgemeines

Neben den Grund-, Haupt- und Realschulen sowie den Gymnasien (Regelschulen) gibt es im Freistaat die Förderschulen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese sind ausgerichtet nach folgenden Förderschwerpunkten:

  • Lernen
  • Sprache
  • emotionale und soziale Entwicklung
  • Hören
  • Sehen
  • körperliche und motorische Entwicklung
  • geistige Entwicklung

Die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt "Hören" bzw. "Sehen" werden von den Experten in eigener Sache, also den entsprechenden Selbsthilfeorganisationen, bisher als unerlässlich angesehen. Dies begründet sich vor allem in den speziellen Kommunikationsformen (Gebärdensprache bzw. Brailleschrift), welche von den Lehrerinnen und Lehrern beherrscht werden muss, um Lerninhalte erfolgreich vermitteln zu können. Der ständigen Auseinandersetzung mit der Sinnesbehinderung sowie der Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit wird in der Begegnung mit mehreren gleich betroffenen jungen Menschen seitens der Fachwelt zudem eine große Wichtigkeit zugesprochen.

Der Förderschwerpunkt "Lernen" - bei Weitem der höchste Anteil, dem Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zugesprochen werden, ist im medizinischen Sinne nicht ausschließlich auf eine Behinderung zurückzuführen. Offene Unterrichtsformen, jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit, Patenmodelle und insgesamt einschließende, statt ausgrenzende Schulorganisation sowie erweiterte Teams als Lehrerkollegien (Regel-, Sonder- und Heilpädagogen sowie andere Fachkräfte) sind für mich sinnvoll und erstrebenswert.

Die seit März 2009 in Deutschland rechtsverbindliche UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten in Art. 24 Abs. 2 lit. a zur Sicherstellung, dass Menschen mit Behinderung nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden dürfen. Zum Zwecke der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wurde eine interfraktionelle Arbeitsgruppe im Landtag eingerichtet. Daraufhin beschlossen zunächst der Bildungsausschuss des Landtags und dann der Landtag im Plenum, dass die Staatsregierung ein Konzept zur inklusiven Bildung im Sinne des Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention und ein Konzept zur Lehrerbildung mit sonderpädagogischen Inhalten vorlegen solle. Mittlerweile hat der Bayerische Landtag im Juli 2011 die Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes (BayEUG) beschlossen, zuletzt geändert am 18. Juli 2018

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG

Seit Februar 2014 stehen Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Bayern nun auch die Inklusionsberatung am Staatlichen Schulamt  zur Verfügung. Dieses Beratungsangebot für den Bereich der Grund-, Mittel- und Förderschulen versteht sich als Ergänzung der vielfältigen, bereits bestehenden Beratungsangebote im Schulbereich. Es wurden entsprechende Beratungsstellen an 74 Standorten eingerichtet und auf die jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort abgestimmt. Inklusionsberatung am Staatlichen Schulamt  ist überörtlich und interdisziplinär angelegt und findet in enger Vernetzung mit der Eingliederungs- und Jugendhilfe, den Schulaufwandsträgern sowie den örtlichen Behindertenbeauftragten statt.

http://www.inklusion.schule.bayern.de/unterstuetzung_finden/beratung/inklusionsberatung_schulamt/

Inklusion an den verschiedenen Schularten in Bayern:

  • Inklusion einzelner Schüler
  • Kooperationsklassen
  • Partnerklassen

Schulen mit Schulprofil Inklusion:

In Bayern gibt es aktuell 356 Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“. Darunter sind Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, berufliche Schulen und Förderschulen.

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Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

Holger Kiesel
Fachstelle Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung
Wertebündnis-Bayern

Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Wertebündnis-Bayern

Aktion Mensch