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Irmgard Badura

Beauftragte für die Belange von
Menschen mit Behinderung

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Pressemitteilung 03.12.2007

Integrationspreis "JobErfolg" –
Eine Auszeichnung für herausragendes Engagement in der Beschäftigung behinderter Menschen

Bamberg – Anlässlich des Welttages für Menschen mit Behinderung wurde am 3. Dezember unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin Christa Stewens zum dritten Mal der Preis "JobErfolg" verliehen: Die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Anita Knochner, die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm sowie die Sozialstaatssekretärin Melanie Huml haben zwei Unternehmen und eine Institution des öffentlichen Dienstes für vorbildliche Leistungen bei der Integration behinderten Menschen ausgezeichnet. Darüber freuen durften sich der Ingolstädter Automobilhersteller Audi AG, der Putz- und Malerbetrieb Thomas Schlembach aus Bad Kissingen sowie der Landkreis Cham.

Der Landkreis Cham wurde im Bereich "Öffentlicher Dienst" von Barbara Stamm ausgezeichnet. Mit einer Quote von über 14 Prozent beschäftigt das Landratsamt behinderte Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen. Besonderes Augenmerk legt Landrat Theo Zellner, gemeinsam mit der Personalabteilung und der Schwerbehindertenvertretung, auf die Ausbildung und anschließende Übernahme von jungen Menschen mit schwerer Behinderung sowie auf die gezielte Beschäftigung älterer schwerbehinderter Menschen.

Den Preis der privaten Wirtschaft überreichte Staatssekretärin Melanie Huml an das Unternehmen Audi AG. Die Firma beschäftigt überdurchschnittlich viele Menschen mit Behinderung und arbeitet eng mit Werkstätten für behinderte Menschen zusammen. Zudem werden bestehende Integrationsmaßnahmen weiter ausgebaut, so investiert der Automobilhersteller mit den vier Ringen präventiv in die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter.

Der Putz- und Malerbetrieb Schlembach, der mit insgesamt 10 Mitarbeitern keine behinderten Menschen anstellen müsste, erhielt von Anita Knochner den Ehrenpreis überreicht. Das Familienunternehmen beschäftigt seit 12 Jahren den schwerst behinderten 35jährigen Oliver Dacho. In Folge von fortschreitendem Muskelschwund ist er bis zum Kopf bewegungsunfähig. Mit einer an seiner Stirn befestigten Laserlampe steuert der junge Mann eine spezielle Computertastatur und erstellt so, z. B. Rechnungen und Angebote, die im Betrieb einen Großteil der Verwaltungsaufgaben einnehmen. Knochner dazu: "Hier kann man wirklich von einem Familienbetrieb sprechen. Denn hier werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich so angenommen, wie sie sind – mit all ihren Fähigkeiten und Schwächen."

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde für geladene Gäste in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg statt. Neben dem Bezirkstagspräsidenten Dr. Günther Denzler waren weitere Persönlichkeiten aus den Regionen der Preisträger vertreten. Neben Dr. Norbert Kollmer, Vizepräsident des Zentrums Bayern Familie und Soziales gehörten auch zahlreiche Behindertenbeauftragte aus den Städten und Landkreisen zu den Gästen. Durch die Veranstaltung führte Wolfgang Binder vom Bayerischen Rundfunk. Annette Steinbauer sorgte gemeinsam mit ihren Kindern Lukas, Jeremias und Theresa mit klassischer Musik und volkstümlichen Melodien für den musikalischen Rahmen.

Als Fazit der Veranstaltung wurde allgemein festgestellt, dass diese Preisverleihung ein Zeichen setzt, wenn es um die Positionierung der Beschäftigungspolitik für behinderte Menschen in Bayern geht.


03.12.2007
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